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Saarlandtour des Z3-Roadster-Club vom 15.06. - 18.06.17

Gespannt auf die - für uns - erste Tour dieses Jahres trafen wir am Donnerstagabend im Hotel „Scheidberg“ in Wallerfangen ein. Dort wurden wir von den bereits vor uns Angereisten herzlich begrüßt und freuten uns, bekannte und neue Gesichter zu treffen. Kurz nach unserer Ankunft zogen jedoch Sorgenfalten bei den Tourteilnehmern auf, denn der Himmel färbte sich immer dunkler und der Wetterbericht hatte Gewitter mit Starkregen und Hagel vorhergesagt. Zum Glück blieb der Albtraum eines jeden Zetti-Besitzers aber aus und es gab nur einen Gewitterschauer ohne bleibende Schäden. So konnten wir beruhigt zum gemütlichen Teil des Abends übergehen und uns bei leckerem Essen und guten Gesprächen mit den gewohnt lockeren und offenen Club-Kollegen entspannen.


Am Freitagmorgen startete der Tag für die meisten Herren erst mal mit Fahrzeugpflege, denn die Spuren des Gewitters vom Vorabend mussten entfernt werden. Logisch, dass jeder mit seinem Fahrzeug glänzen will. Es folgte ein reichhaltiges leckeres Frühstück. Beim anschließenden Briefing wurden die üblichen Formalitäten erledigt, um 8.55Uhr starteten wir überpünktlich mit offenem Verdeck, das Wetter spielte mit!

Die Tour führte uns durch mehrere Alleen und Ihn (so heißt der Ort tatsächlich) knapp an Frankreich vorbei. Wir waren fasziniert von einer Lerche, welche hoch in der Luft Ihr Lied schmetterte und lange Zeit zu hören war – als wenn sie den Zetti-Konvoi aus Wohlgefallen begleitet hätte, um ihn zu bewundern. So etwas erlebt man eben nur in einem Roadster. Wir fuhren weiter über die Sorte Strecken, die von uns so geliebt werden: Kurve an Kurve, ohne Mittelstreifen und Leitplanke, vor allem aber ohne Verkehr. Das Saarland hatten wir uns anders vorgestellt – so viel Wald und Natur hatten wir nicht erwartet. Bei der Fahrt durch ein langes, urwaldartiges Waldstück mit vielen Laubbäumen und teilweise geschlossenem Baumwipfeldach über der Straße, kamen wir uns schon fast heimisch vor und fragten uns, ob das wohl das Zweitrevier der Spessarträuber sei...

Gegen 10:30 Uhr kamen wir in Völklingen an, um die „Völklinger Hütte“, bei der Unesco als Welterbestätte geführt, zu besichtigen. Für die nicht an Technik Interessierten gab es außerdem auf dem Gelände eine Ausstellung über die Inka-Kultur zu sehen. Nach dem Rundgang in den imposanten Industrieanlagen trafen wir uns im Café „Umwalzer“ auf dem Gelände der Völklinger Hütte, um dort unser Mittagessen einzunehmen. Wir stärkten uns mit leckeren saarländischen Spezialitäten und setzten anschließend gegen 14:00 Uhr unseren Weg fort.

Auf der Tour mussten wir an einer Baustellenampel längere Zeit warten, da immer nur 5-6 Autos in einer Grünphase passieren konnten. Die Wartezeit wurde uns jedoch durch einen Z3 mit Anhänger verkürzt, der auf der gegenüberliegenden Seite stand und laut Aussage seines redseligen Besitzers zum Zementsacktransport benutzt wird. Insider meinen: Saarländer halt.

Auch auf dieser Strecke waren wir wieder begeistert davon, auf einem der letzten Plätze im Konvoi zu fahren. Der Anblick der Zetti-Kette in allen Farben und Formen ist immer wieder faszinierend. Auf der folgenden Strecke zum Kaffeetrinken im Restaurant „Schau ins Land“ in Trassem kam es noch zu einem kurzen Schreckensmoment, als eine leere Mülltonne einen Kamikaze-Anschlag durch Wind auf Dirks Zetti vornahm. Der reagierte aber souverän und umfuhr das Hindernis. So konnten wir dann doch noch gegen 16:00 Uhr unbeschadet den von Lydia spendierten Kaffee und Kuchen sowie Eiskaffee(!)-Kuchen genießen.

Gegen 17:10 Uhr traten wir den Rückweg zum Hotel an, nochmals eine wunderschöne Strecke, die uns unter anderem über die „Route du Cidre“, freie Übersetzung: „Äppelwoi-Gass“, führte. Gegen 19:15 Uhr kamen wir im Hotel an und ließen den Abend bei leckerem Essen und viel Geselligkeit ausklingen.


Der Samstag begann wieder mit dem reichhaltigen Frühstück, schließlich sollen die Zetti-Fahrer und Beifahrer fit für den Tag sein. Nach dem üblichen kurzen Briefing begann die Tour gegen 9:10 Uhr in Richtung Orscholz. Auch auf diesem Tourenabschnitt stellten wir wieder fest, dass unsere Vorstellung vom Saarland als eintönige Industrielandschaft überhaupt nicht zutrifft. Das Umland ist überraschend stark landwirtschaftlich geprägt, so viele Freilandrinder hätten wir hier nicht erwartet.

Nach etwa einer Stunde kamen wir in Orscholz an. Wer sich traute, löste ein Ticket für den Baumwipfelpfad und begab sich auf den langen Weg. Der breite Holzsteg ist Barrierefrei und gipfelt in einem Aussichtsturm, der diesen Namen verdient: Von der oberen Plattform aus hat man einen spektakulären Ausblick auf die Saarschleife. Als wir diesen Anblick ausgiebig genossen hatten und natürlich auch viele Fotos geschossen waren, stärkten wir uns zur Mittagspause im „Cloef Atrium“ mit kleineren Gerichten. Bei der Rückkehr zum Parkplatz durften wir noch die Besatzung eines Gast-Zettis aus Merzig begrüßen, die uns den Rest des Tages begleitete.

Auf der anschließenden Etappe, welche uns über Trassem nach Saarburg führte, haben wir dann plötzlich ein Auto verloren. Volker suchte die Vermissten und brachte Sie auch wieder heile auf den Sammelplatz, aber dann mussten wir feststellen dass er seinen M hinten links noch tiefer gelegt hatte: Ein Plattfuß! Samstagnachmittag ... also: Notrad von einem 3-Liter drauf: Unfahrbar, aber der Anblick hatte schon was, rechts die Walze, links die Reifenbreite einer 2CV. Da Volker aber gut ausgerüstet ist, ließ er sich von seinem hilfsbereiten Neffen 2 andere Hinterräder bringen und war am Abend noch vor uns im Hotel.

Der Rest der Truppe fuhr weiter Richtung Café „Barbarossa“ in Wallerfangen. Dabei wurden wir im hinteren Teil der Kolonne kurzzeitig von drei Wiesmännern begleitet, die von dieser Begegnung mindestens genauso begeistert waren wie wir – das war schon ein richtiges Konzert! Nach dem Kaffeetrinken machten sich noch einige Leute auf den Weg nach Saarlouis, um dort im Stadtkern ein wenig zu bummeln bzw. auf der dortigen Feiermeile noch ein Getränk zu sich zu nehmen.

Auch dieser Abend verging wieder viel zu schnell, nicht nur wir bedauerten dass dies schon der letzte sein sollte. Die einhellige Meinung der Premieretourteilnehmer: Das hat absolutes Wiederholungspotential!


Am Sonntagmorgen war nach dem Frühstück schon der Abschied angesagt; die Heimreise begann. Hier noch einmal unser herzlicher Dank an Lydia und Ingo sowie alle Anderen, die an der Organisation dieser Tour beteiligt waren. Wir haben uns in dieser Gemeinschaft der Zetti-Verrückten sehr wohl gefühlt, das Wetter hat mitgespielt, wir kommen ganz sicher wieder zu einer der nächsten Touren!

Autor: Thomas Westphal

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