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3 2 1 Los

Am 14.April.2019 war es soweit.
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Die Silvretta Classic Montafon

vom 25.07.- 28.07.2019


war freigeschaltet. Insgesamt 18 Zettis hatten die Anmeldung geschafft und durften sich auf eine schöne Tour freuen. Leider konnten 3 Zettis nicht teilnehmen, da ihre Fahrerinnen/fahrer krankheitsbedingt noch absagen mussten. Umso erfreulicher, dass es alle anderen pünktlich und ohne Zwischenfälle zum Treffpunkt, Autohof Aichstetten an der A96, geschafft haben.

Nach herzlicher Begrüßung untereinander wurden wir von Karin und Dieter gebrieft. Jeder bekam ein Roadbook, eine Vignette, eine Ausweiskarte und einen Silvretta-Aufkleber. Dann ging´s endlich los, wobei nur die Härtesten bei dieser Hitze offen fuhren.

Bis dahin lief alles planmäßig. Doch noch vor der Weiterfahrt zu unserem Zielort Partenen in Österreich hatte ein Verkehrsunfall auf der A96 Karin und Dieter vor die Aufgabe gestellt, eine neue Streckenführung aus dem Hut zu zaubern. Nach gelungener Navigation über kleine Sträßchen und Dörfer, waren wir bald wieder auf Kurs. Für den Zusammenhalt der Gruppe während dieser Zeit, der zwischenzeitlich etwas auseinander geraten war, sorgten Ingrid und Andrea, die den Funk hervorragend kommunizierten. Auf der A14, jetzt schon in Österreich, gab es auf dem Parkplatz 53 die erste kleine Rast.

Vor unserer Ankunft in Partenen hatten Karin und Dieter noch einen kleinen Schwenker über Silbertal eingeplant. Ein fahrerischer Geheimtipp im Montafon. Da hieß es für unsere Zettis zum ersten Mal, tief durchatmen.

Auf der Panoramastraße bis Bartholomäberg, auf 1.100m Seehöhe, ging´s aufwärts. Auf Straßen, nicht breiter als Fahrradwege, fauchten unsere Zettis die schlangenhaft zu fahrenden Befestigungswege in die Höhe. Oben dann der imposante Blick auf die Gipfel des

Rätikons, vom Balkon des Montafon.

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Für die Fahrzeuglenker/innen jedoch nur ein Sekundenerlebnis, da unsere Zettis, wie an der Schnur gezogen, nach artgerechter Haltung mit Geschwindigkeit ihren Job erledigten.

Mit diesen ersten, außergewöhnlich positiven Eindrücken, erreichten wir unseren Zielort Partenen in einer, hinsichtlich der Vorgabe, akzeptablen Zeit. Wer aber glaubte, dass nun alle Zettis ihre verdiente Ruhe finden würden, der hatte nicht bedacht, dass da noch jemand wartete,

die Silvretta Hochalpenstraße

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Sie führt zum höchst befahrenen Pass, der Bieler Höhe im Montafon, direkt an der Flanke des berühmten

Piz Buin, mit 3312m höchsten Berg des Vorarlbergs.

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Trotz der schon langen Anfahrt bei schwülwarmen Wetter gab es für einige keine Alternative zu den unzähligen Kehren und unter der Führung von Dieter gab es noch eine knackige Abschlussfahrt für diesen Tag.

Die erste Etappe endete schließlich mit einem gemütlichen Abendessen, nachdem zuvor die Zimmersuche im Berghotel Sonne vergleichbar mit einer Völkerwanderung war, da kaum jemand auf Anhieb sein Zimmer fand.

Interessantes konnte man später noch vom Hotelbesitzer erfahren. Nach seiner Erzählung ist das Berghotel das älteste Haus am Ort. Hier soll auch schon

Ernest Hemmingway

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zu Gast gewesen sein.


Aufstehen!, der zweite Tag



begann mit dem Frühstück um 07:30h. Hier fand jeder, was er brauchte, um sich ausreichend für die Tour zu stärken. Um 08:15h hatten Karin und Dieter die Gruppe zum Warm Up gebeten.

Nach kurzer Einweisung, Festlegung der Fahrzeugreihenfolge, erfolgte auch schon die Startfreigabe und los ging´s.

Über Schruns, Dalaas, Arlbergstraße, Klösterle nach Zürch hinauf zum Flexenpass. In Vorarlberg gelegen, verbindet der Flexenpass von Norden nach Süden das Lechtal mit dem Arlberg.

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Mitten durch den breiten, dünn besiedelten Gebirgskamm zwischen Lech- und Inntal führt eine Straße durch das abgelegene Bschlabertal und über das

Hahntennjoch.

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Viele Kurven, schroffe Felswände und steile Abgründe machen sie besonders beliebt für sportlich ambitionierte (Zetti)Fahrer. Also eher etwas für Supermoto-Piloten mit sportlichem Ehrgeiz statt für Tourenfahrer mit Dickschiffen. Für uns also kein Problem. Auf der Fahrt dorthin durchfuhren wir lange Tunnel, wobei ein Zetti durch seinen exklusiven Auspuffsound, wohltuend für das Gehör, auffällig war. Oben angekommen gab´s eine kurze Pause. Füße vertreten, Zetti-Aufnahmen und genießen der wunderschönen Bergwelt.

Aber der Zetti ist ein unruhiges Wesen, er will immer weiter und diesem Drang gehorchend, führte uns die Reise in das wuselige Imst, durchs Pitztal weiter auf der Piller Landstrasse zur 1558m hoch gelegenen Pillerhöhe. Die schmale und wenig befahrene Straße führt durch eine Natur Park ähnliche Landschaft, sie verbindet das obere Inntal mit dem Pitztal und bietet vom sogenannten

Gacher Blick,

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einen überwältigenden Ausblick auf das 700 m tiefer gelegene Inntal sowie auf die Berge des Kaunergrats, ähnlich fühlend wie es sonst einem ISS Astronauten vorbehalten bleibt, beeindruckend schön. Ein Ziel hatten Karin und Dieter für uns auf dieser Etappe noch eingeplant, den Kaunertaler Gletscher. Zuvor war jedoch noch ein Stopp mit Stärkung im Hotel Weisseespitze vorgesehen. Dort angekommen blieben zunächst keine Wünsche offen bis die Nachricht bekannt wurde, dass ein Murenabgang, durch ein Gewitter, niedergegangen war. Dabei wurden ca 80 Personen zeitweilig von der Außenwelt abgeschnitten und die Zufahrt zum Gletscher war immer noch versperrt.

Längere Gesichter als die unsrigen, kaum vorstellbar. Aber Mutter Natur macht halt was sie will. Aber Karin und Dieter haben die Tour kurzerhand super umgeplant. Uns blieb ja noch die Rückfahrt bei zunächst noch allerbestem Wetter. Die Fahrt führte uns durchs Inntal, linksseitig begleitet durch den Inn. In Landeck angekommen ging es in Richtung Paznauntal weiter. Zwischenzeitlich mussten die Roadster wegen Regen, der sich freundlicherweise durch bedrohliche dunkle Wolkenbildung angekündigt hatte, geschlossen werden. Wie es halt in den Bergen nicht selten passiert hieß es - All In.

Die geöffneten Schleusen gaben alles und unsere Zettis mussten ihre Dichtigkeit beweisen. Mal trocken mal nass durchquerten wir die Orte Kappl, Ischgl und Galtür, deren Pulsschlag kaum zu spüren war. Ein paar Sommerfrischler hielten das Leben wohl aufrecht, dass erst wieder richtig aufblüht wenn die weiße Pracht Skitouristen und Euros in die Adern pumpt und das Après Ski Herz wieder kräftig schlagen lässt.

An der Mautstation vor unserer Hausstrecke wurde dann auch nur kurz das Seitenfenster geöffnet um unnötigen Wassereintritt zu verhindern. Auf der Bieler Höhe boten sich dann wetterbedingt nur begrenzte Vergnüglichkeiten fürs Auge, was den Ausblick betraf.Auf ein Verlassen unserer Fahrspaßgeräte wurde deshalb einstimmig verzichtet.

Da hielt sich auch der Spaßfaktor bei der Abfahrt über die Silvretta Hoch-alpenstraße bei Regen und nasser Fahrbahn in überschaubaren Grenzen.

Positiv bleibt der Tagesabschluss mit leckerem Abendessen in gemütlicher Runde.


Der dritte Tag der Tour sollte uns in den Bregenzer Wald führen.



Der Start um 09:45h bot genügend Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Karin und Dieter brachten uns mit kurzer Ansage auf Spur. Die Nässe von oben war der gewohnten freundlichen Helligkeit gewichen. Die Roadster konnten ihre Umhüllungen wieder fallen lassen.

Nach kurzer Autobahnfahrt waren wir wieder mitten drin in den geschwungenen, fordernden Straßen über Thüringen, Rankweil, Damüls bis Hoch zum Furkajoch auf 1760m Höhe. Die Zettis waren in ihrem Element und oben konnte man

„Zum Charly“

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nicht nur einen Kaffee, sondern auch einen wunderschönen Ausblick genießen. Dort trafen wir, wie verabredet, ein Schweizer Paar aus dem Z3 Forum, dass uns dann noch eine Etappe weiter begleitete.

Die eigentliche Mittagsrast an diesem Tag fand im Hotel Waliserstube statt. Hier wurden die Energiereserven nochmal aufgefüllt, bevor es dann über Fontanella/Faschina Richtung Faschinajoch auf 1486m ging.

Hier waren die Straßen nicht immer frei befahrbar. Gemütlich wiederkäuende Rindviecher, die mitten auf der Fahrbahn standen machten keine Anstalten uns den Weg frei zu machen. Sie mussten letztlich geschickt umfahren werden.

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Fotos für die Galerie wurden dann bei unserem Stopp am

Kops Stausee gefertigt.

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Wenig später am Silvretta Stausee wurde langsam allen bewusst, dass alles endlich ist, auch die Silvretta Classic Montafon 2019.

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Nach einem Kaffee nutzten einige die Gelegenheit zu einem ausgedehnten Spaziergang um den smaragdgrünen Gletscherstausee, andere hielten nach einem Souvenir Ausschau oder machten Ablichtungen von dem beeindruckenden Bergmassiv des Piz Buin.

Kurven Fans gönnten sich nochmal das Silvretta Feeling und fuhren die Hochalpenstraße in bester Zetti-Manier hoch und runter.

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Am Ende waren alle wieder zum Abendessen versammelt.

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Dabei wurde unseren Reiseführern Karin und Dieter für eine tolle Tour gedankt und ein kleines Präsent übergeben.

Es wurde die toll herausgearbeitete und durchgeführte Tour gewürdigt. Dies fand auch durch kräftigem Applaus von allen Mitgereisten seine Bestätigung. Karin und Dieter bedankten sich recht herzlich und fanden noch einige nette abschließende Worte zur Tour, deren offizieller Part nun ja beendet war.

Am nächsten Tag erfolgte nach herzlicher Verabschiedung die individuelle Heimfahrt.

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Danke für die schöne Tour!

Lydia, Brigitte, Jens und Werner